Riesenerdbeere, kandierte Zitrone, Löwenzahnhonig

Löwenzahnhonig, mein erster Versuch

Es ist gerade Hochsaison, überall blüht Löwenzahn. Da Kathrin von *Ein bisschen vegan* letzthin ihr Rezept für Löwenzahnhonig bei Facebook gepostet hat, kam mir die Idee, das mit dem Honig einmal selbst zu versuchen.

Gestern war schönes, sonniges Wetter, also wollte ich raus aus der Stadt, mir eine gelbe Wiese suchen und pflücken. So rief ich bei einer Freundin an, und fragte, ob sie zufällig Lust hätte, mit zu sammeln. Wir hatten uns schon einen Weile nicht mehr gesehen.

Sie bot mir aber die Wiese in ihrem Garten an, ungedüngt, ohne Hundespuren, und einen kleinen Plausch noch obendrauf.

Nach einer guten Stunde war die Gartenwiese von Löwenzahnblüten befreit, ein paar kleine Blättchen Löwenzahn für meinen morgendlichen Smoothie hab ich mir auch gleich noch mitgenommen.

Noch vor Ort hab ich die Knospen ausgezupft, weil Kathrin gewarnt hatte, dass die sich recht schnell schließen würden, und das dann etwas Gepfriemel wäre, die gelben Blütenblätter rauszuziehen.

Zutaten:

  • ca. zweihundert Löwenzahnblüten, ausgezupft
  • 1 l Wasser
  • 1 kg Rohrohrzucker (keinen Vollrohrzucker, der schmeckt hier drin bitter)
  • 1 große, in feine Scheiben geschnittene Biozitrone

Zuhause hab ich den Sud angesetzt, nach etwa zwei Stunden einmal aufkochen lassen und über Nacht durften die gelben Blütenblätter unterm Deckel im Sud ziehen.

Löwenzahnblüten

Als ich heute Morgen meine Nase in den Topf steckte, war ich erst etwas erschrocken. Das roch einfach nur nach nassem Grünzeug.

Nun ist der richtige Zeitpunkt gekommen, den Topfinhalt durch ein Tuch zu gießen und die Blütenblätter zu filtern. Wenn man das Tuch fest ausdrückt, kommt noch eine Menge Flüssigkeit raus.

Die Kochung wird mit einer in Scheiben geschnittenen Biozitrone und Zucker  angesetzt. Das zusammen durfte dann erst mal zwei Stunden leise köcheln. Nachdem ich etwas vorhatte, habe ich danach die Herdplatte eine Stufe höher gestellt, und nochmal eine halbe Stunde nachgelegt, bevor ich den Sirup in kochend heiß ausgespülte Gläser gegossen habe. Der Schraubdeckel kam drauf und dann hieß es warten, ob der Sirup zähflüssig genug geworden war.

Zur Kontrolle hatte ich ein Gläschen in den Kühlschrank gestellt. Als ich dieses Glas eben geöffnet habe, und mit einem Messer den Test gemacht habe, war ich absolut positiv überrascht.

Löwenzahnhonig

Der grasige Geruch hatte sich durch die Zitronen und den Rohrzucker schon beim Kochen verloren. Jetzt aber ist der Löwenzahnhonig von Geruch und Geschmack her noch viel besser, als ich dunklen Waldhonig im Gedächtnis habe. Seit ich mich vegan ernähre, hatte ich ja keinen Honig mehr im Haus.

Zudem habe ich nach zwei Stunden Kochzeit die Zitronenscheiben abgefischt und zum Trocknen auf einen Teller gelegt. Diese kommen kandierten Zitronen in Konsistenz und Geschmack sehr nahe, und ich bin mir sicher, dass die sich hier nicht allzulange halten werden. 😉

kandierte Zitronenscheiben

Ich fürchte, ich muss in den nächsten Tagen nochmal los, um nochmal Löwenzahnblüten zu sammeln. Das Zeug ist soooo verteufelt lecker!

Habt ihr schon einmal selber so einen Honig eingekocht? Ich kann es nur empfehlen!

Edit 22.04.2017:

Fast auf den Tag genau nach einem Jahr hab ich heuer wieder Löwenzahnhonig eingekocht. Diesmal hatte ich etwas mehr Blüten und hab dann 1250 ml Wasser und 1250 g Rohrohrzucker genommen. Das hat genau 6 Zwergenwiese-Gläschen gefüllt. Mjummmmmy, ich freu mich soooo! 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.